Am 8. Juni erscheint das neue Album der Berliner Band La Batterie (Pascal Aperdannier und Anne Paschvoß). Nach der Veröffentlichung ihres letzten Albums und anschließenden Auftritten in Europa haben La Batterie vor 2 Jahre begonnen „Firemen's Parade On Main Street“ (benannt nach einem Song des amerikanischen Komponisten Charles Ives) zu schreiben und aufzunehmen. Mit diesem, ihrem dritten Album entfernen sie sich noch weiter vom klassischen Songwriting und entziehen sich jeglichen Genres auch wenn sie sich instrumentell und strukturell der Popmusik bedienen. La Batterie gehen nun nicht mehr von der Idee der Band, sondern von der Idee des Songs aus; der Song aber wird von vornherein als offene Struktur gedacht, ein Feld, auf dem die Ideen gedeihen können. Dass aus diesen Ideen sich dann doch am Ende wieder so etwas wie ein Song ergibt, erscheint als eine Art Wunder, vor dem der Hörer erstaunt. Die Songs sind Bilder, in denen divergierende Räume, Stimmungen und Farben gegeneinandergestellt und miteinander vermittelt werden, ohne jemals vollständig zu verschmelzen. Dabei schimmert des öfteren Avantgarde und Popgeschichte durch, ohne jedoch zitiert zu werden. Jeder Song eröffnet ein eigenes Universum konstruktivistischer Versponnenheit; La Batterie haben verstanden, dass der Melancholie nur Ideen entgegengestellt werden können. Dass dieser Prozeß des Kampfes der Ideen gegen die Melancholie hörbar bleibt und lustvoll ausgestellt wird, macht nicht zuletzt den Reiz und besonderen Charme von La Batterie aus.