1988 bestand die Band De\u002FVision noch aus den Mitgliedern Markus, Stefan Blender, Steffen und Thomas. Wortspiele und Wortwitze waren an der Tagesordnung. Aussagen in Interviews, dass De\u002FVision etwas mit Teilung zu tun hat, man sich mit dem D an Depeche Mode orientiert, um im selben CD-Fach gefunden zu werden, sowie die Feststellung, dass Best of' doch subjektive Zusammenstellungen sind, führten letztendlich zu dem Albumtitel Da * Mals (worst of) mit Werken aus den Jahren 1988 1992. Inhaltlich geht es um die Ur-Zeiten von De\u002FVision, die ersten Aufnahmen der Band. 1990 begab man sich in ein kleines Wohnzimmer, auch Studio genannt, in der Nähe von Giessen, um ein Pauschalangebot für eine Vinylmaxiproduktion wahrzunehmen. Ergebnisse dieser Produktion waren die Songs Your hands on my skin, Ignore me, You want to kill me und der Skin mix. Das Vinyl ist schon lange nicht mehr verfügbar und liegt nur wenigen Fans vor. 1991 dann der nächste Studiobesuch, und diesmal war es schon amtlicher, denn es ging in das Atom-H Studio nach Düsseldorf, wo die Herren von Die Krupps der gerade zum Trio geschrumpften Band De\u002FVision (ohne Stefan) bei den Aufnahmen zur Seite standen. Heraus kamen die Songs Boy on the street, The scenery deludes, What we have to learn, Plight sowie eine echte Maxiversion (wie man sie heutzutage kaum noch findet) von Boy on the street. Ohne fremde Hilfe kam man hingegen bei der Aufnahme vom Song Always proved aus, der 1991 aufgenommen wurde. 1992 wurde ein Studio in der Nähe von München getestet, das Ergebnis war der Song Try to forget in seiner Ur-Version. Dem Label Synthetic Product Records wurde erlaubt, eine solche Best of Zusammenstellung frühestens im Jahre 2007 zu veröffentlichen. Nun, in Zeiten der Synthiepop-Flaute und der Erinnerung an Damals, wird diese endlich veröffentlicht. Greifbare Songs mit Strukturen, unverzerrter Gesang und unverzichtbar: Klare gespielte Melodien. Die Sounds sind nicht so wichtig, jedoch recht angenehm hörbar und übersichtlich. Wer also schon immer mal wissen wollte, wie De\u002FVision angefangen haben, wie Soft Techno Musik (heute sagt man: Old-School-Synthpop) aus den frühen 90er klingt, wie De\u002FVision ohne Produzenten klingen und warum es De\u002FVision damals so schwer hatten, dem (aber nicht nur dem) empfehlen wir diese Veröffentlichung. Die ersten Reaktionen auf das Album zeigen, dass Da * Mals den Nerv der Fans getroffen hat nicht nur, was die Musik betrifft, sondern auch den Humor. Material von Stefan Blender ebenfalls erhältlich.