Ganz grundlegend ist Es wird nur noch geatmet Postpunk, Post-Hardcore, irgendwas mit Post-, nichts klassisch, nichts stilvollendet. Die Gitarren auf dieser Platte sind aber nie dazu da, um schlicht zu ‚rocken’. Sie machen jeden Song zu einem hybriden und komplexen Konstrukt auf wackeligen Pfeilern. Die Rhythmik dieser Musik nimmt unerhörte Wendungen, von Marschmusik zu Disco, von jazziger Spielerei zu treibenden Punkbeats. Mitten darin existieren wiederkehrende Themen und Riffs, die wie ein Ruhekissen wirken. Die dazugehörigen Texte tun dem Hörer nicht den Gefallen, nachvollziehbar und brav leicht melancholische Geschichten zu erzählen. Im Gegenteil, sie setzen der Komplexität der Platte die Krone auf.