Das lateinische Te Deum laudamus zählt zu den ältesten Lobgesängen der Christenheit und bietet seit Jahrhunderten die Vorlage für eine Vielzahl geistlicher Vokal- und Instrumentalwerke. Meisterwerke der Choralfantasie über dieses Thema haben die großen Organisten der Lübecker Marienkirche, Tunder und dessen Amtsnachfolger Buxtehude, sowie Johann Sebastian Bach hinterlassen. Tunders Orgelsatz ist hier durchkomponiert, Buxtehude schafft ein Werk, das heute sein längstes (erhaltenes) Orgelstück überhaupt darstellt. Bachs prachtvoller fünfstimmiger Orgelsatz diente wohl als feierliche Begleitung zweier Chor- oder Gemeindegruppen. Während die Canzonen Tunders und Buxtehudes eine enge Verwandtschaft aufdecken, so stellt man beim Vergleich der Praeludien sowie der Toccata der drei Komponisten eine stilistische und geistige Spannweite fest, die kaum wirklich zu ermessen ist. Ist Tunders Praeludium in F noch der Form des Ricercar verpflichtet, klingt bei Buxtehude ein heiterer Stylus fantasticus durch. Bachs Praelud