21\u002F2 Concerti For Small Ensemble ist ein Debütalbum, doch bei Sebastian Böhlen in diesem Zusammenhang von einem Newcomer zu sprechen, würde sein Licht mehr als nur unter den Scheffel stellen. Die Vita dieses Gitarristen und Komponisten liest sich wie die eines mit allen musikalischen Wassern gewaschenen Grandseigneur seines Fachs – umso mehr erstaunt dann sein Geburtsjahr: 1986! Zuerst studiert er Jazz-Gitarre in Mannheim und durchläuft anschließend, Dank Stipendien des DAAD und der Manhattan School of Music, ein Master Studium in New York City, welches er 2012 mit Bravour abschließt. Zweimal wird Sebastian Böhlen mit dem ASCAP Young Composer Award ausgezeichnet, 2005 wird ihm der Praetorius-Musikpreis des Landes Niedersachsen verliehen. Von 2006 bis 2008 ist er Mitglied im BuJazzO und arbeitet dort unter anderem mit Bill Dobbins, Jiggs Wigham und Ed Partyka zusammen. Seine Konzerte führen ihn durch Europa und die USA und er spielt in so renommierten Häusern wie der Berliner Philharmonie und der Carnegie Hall. Rundfunkaufnahmen mit verschiedenen Ensembles und Orchestern für den NDR, WDR, DLF oder Deutsche Welle komplettieren seine musikalischen Umtriebe. Und hier stellt er jetzt sein „Debütalbum“ vor... Sebastian Böhlen verbindet in seiner Musik modernen Jazz mit Elementen der Klassik. Klassische Großformen, wie das Instrumentalkonzert, faszinieren ihn seit vielen Jahren – und so reift die Idee heran, diese Form auch in Jazzkompositionen umzusetzen, zumal hier wie dort das Heraustreten eines oder mehrerer Instrumente symptomatisch ist. Alle seine acht Kompositionen basieren auf diesem Formmodell, es variiert jedoch der Umgang mit dieser Vorgabe. Bei aller Motivtreue zeichnet überaus großer Facettenreichtum die Konzerte aus, bei der die Dominanz der Instrumentierung auch einmal innerhalb eines Satzes wechseln darf. Verbindendes Element aller Kompositionen ist der immer klar erkennbare Duktus Sebastian Böhlens – und die virtuose Umsetzung und Interpretation seiner fünf Mitmusiker!