Reloaded And Remastered

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Lilienweiss Lilienweiss sind Thorsten Scheerer (E-Gitarre, E-Bass) und Dorothea Herrmann (A- und B-Klarinetten). Das Duo produziert Neue Musik, die Aspekte von elektro-akustischer Musik hörbar macht, welche ohne digitale Bearbeitung nicht wahrnehmbar sind: Klangspektren, Frequenzen, Schwingungen, Obertonreihen und Partialtöne, die in Echtzeit, also z. B. bei einer Live-Darbietung, zu schnell erscheinen und verschwinden, werden durch digitale Bearbeitung zu Gehör gebracht und als eigenständige Musikelemente zu wesentlichen Teilen der Arrangements. So wird der Instrumentalmusik von Lilienweiss ein spezifischer Klangcharakter verliehen, der ihr zu einem neuen und einzigartigen elektro-akustischen Erscheinungsbild verhilft. Dem typischen Klang der Instrumente das Besondere zu entlocken, ist das Ziel der Studioproduktionen von Lilienweiss – und diese besonderen Klangbilder werden mit Software zielgerichtet im musikalischen Raum bewegt. Die Klarinette und ihr sonorer, runder Ton prägen die Musik von Lilienweiss entscheidend. Ihr Klangspektrum ist vom Ansatzpunkt der Lippe [z. B. Erzeugung von Mikrointervallen, Multiphonics, etc.], vom Blasdruck sowie von der Lage des Tons innerhalb der Instrumentenskala abhängig. Sie überbläst vorwiegend in ungeradzahlige Teiltöne und lässt die Grundtonreihe tiefer als andere Holzblasinstrumente gleicher Länge beginnen. Hervorstechend ist ihr Einschwingvorgang von ca. 60 ms: Grundton und Obertöne entwickeln sich zeitlich versetzt, was in Lilienweiss-Produktionen in vielen Facetten hörbar wird. Des weiteren werden zeitweise durch die Schichtung von bis zu mehr als 30 Klarinetten orchestrale Klangbilder geschaffen, die Werken für Klarinette bislang fremd waren und die Musik von Lilienweiss einzigartig machen. Für E-Gitarren kommen cleane halbakustische bis hin zu verzerrten Heavy-Metal-Sounds zum Einsatz. Es wird gitarrentypisches Equipment für die Verstärkung gewählt - bspw. Fender Twin Reverb oder Mesa Boogie Dual Rectifier -, dessen Klang fester Bestandteil von populärer Musik geworden ist. Im Gegensatz zu klassischen Gitarren wird das Spiel von E-Gitarren von zahlreichen Oberton- und Nebengeräuschen begleitet. Bei Lilienweiss werden diese Geräusche häufig überhöht und als eigenständige musikalische Einheiten in den Kompositionen abgebildet: Die obertonreichen Störgeräusche [Rauschen, etc.] werden mit Software isoliert und in die Produktionen als Kompositionselemente neu eingesetzt. Software dient einerseits als Werkzeug, um die Charakteristika der elektrischen und akustischen Instrumente herauszuarbeiten, andererseits als Instrument selbst, indem die aus der digitalen Bearbeitung entstehenden Klangbilder als eigenständige Kompositionselemente Teil der Musik werden. Das kanadische Musikmagazin textura über die Lilienweiss EP Zwitschern-Zyklus (2007): No group sounds quite like Lilienweiss and it's not only because of the group's unusual software-enhanced clarinets-electronics mix. The five compositions comprising Zwitschern-Zyklus (Twitter Cycle) also reveal German duo Dorothea Herrmann (clarinets) and Thorsten Scheerer (electric guitar and bass) to be provocative composers. A given piece typically presents a swirling backdrop on top of which Herrmann and Scheerer weave multi-directional melodic strands. In Zwitschern 1, synthetic droplets offer a pitter-pattering background for a small clarinet army, while crystalline tones form a distinctive backdrop in Zwitschern 2. The clarinet's titular twitter is again spotlighted in Zwitschern 4, this time augmented by angular guitar stabs and undulating electronic treatments. Even more unusual is the closing piece, Ach, Gott! (Tu se' morta) which adds Bach organ fragments to the sonic mix. Herrmann is an especially versatile player and her staccato flutters and swooping lines help make Zwitschern-Zyklus a remarkable collection, despite its fleeting, twenty-one minute running time. [textura, January 2008] Die Presse über die Lilienweiss EP Silent Night (2007): ... Lilienweiss create sounds that have a surprisingly organic feel. Silent Night uses clarinet, guitar and bass as a starting place, then moves into a variety of styles that range from post-rock dither to neo-chamberism with a remarkable seamlessness. This is probably some of the most progressive Progressive music I've heard in a while, in terms of both conceptualisation and scope. And while it doesn't really have anything to do with pop structuring, it definitely feels rock based and has a very approachable surface. Cool. [The Wire, April 2007] ... Bolstering their already considerable musical abilities, Scheerer and Herrmann exploit their instruments' sonic potential with software tools that allow the clarinet to mimic a chorus of screeching golems in 'Silent Night 2.1 (Stille Nacht 2.1)'. It's the ruminative compositions - equally rooted in experimental and classical music - and the explorative interplay between Scheerer's bass patterns and Herrmann's assertive woodwind playing that impresses most ... [textura, April 2007] Lilienweiss are Thorsten Scheerer and Dorothea Herrmann and the set-up clarinet, bass, guitar and software enhancement suggests music that is highly acoustic and it is. However, Lilienweiss are not opting for the sweet sounds rather their music is cinematic and gloomy soundscapes dominate the sonic picture all to great effect. [Electronic Desert, August 2007] Dorothea Herrmann Dorothea Herrmann studierte Orchestermusik (Akademie für Tonkunst, Darmstadt) bei Heinz Hepp (RSO Frankfurt), Diplom-Musiklehrerin (HfM Mainz) und Musikvermittlung (HfM Detmold). Seit 1988 Konzerttätigkeit in Orchestern im In- und Ausland, u. a. unter Leitung von Wolfgang Hofmann, Wolfgang Güller, Linda Horowitz und Sergei Celibidache (Kurse); als Kammermusikerin bei Manfred Reichert (Ensemble für Neue Musik), Manehem Pressler (Kurs), Martin Kürschner (Tage für Neue Musik Darmstadt), beim Schleswig-Holstein Musikfestival und weiteren Festivals; Solistin bei zahlreichen CD-\u002FStudioproduktionen (SWR), Vernissagen und Performances; eigene Kompositionen seit 2003. Lehrkraft für Klarinette am Peter-Cornelius-Konservatorium Mainz; Mitglied in der fgnm (Frankfurter Gesellschaft für Neue Musik) und GNM (Gesellschaft für Neue Musik); freischaffend tätig. Thorsten Scheerer Thorsten Scheerer studierte Kunstgeschichte mit dem Schwerpunkt digitale Kunst (Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg, Humboldt-Universität Berlin). Nach Unterricht in klassischer Gitarre ab dem zwölften Lebensjahr folgten ab dem 16ten E-Gitarren- und Kompositionsunterricht u. a. bei Michael Koschorreck (Xavier Naidoo, Söhne Mannheims) wie auch Kursteilnahmen u. a. bei Hans Reffert (Caterina Valente, Guru Guru). Nach langjähriger Mitwirkung als Gitarrist in Formationen aller Stilrichtungen von Jazz bis Pop seit 2003 überwiegende Tätigkeit als Produzent und Komponist elektroakustischer Neuer Musik sowie populärer Musik. Thorsten Scheerer ist Account Manager für Business Process Excellence-IT-Lösungen im Bankenbereich sowie Mitglied in der fgnm (Frankfurter Gesellschaft für Neue Musik) und DEGEM (Deutsche Gesellschaft für Elektro-Akustische Musik).